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Unterstützung durch Wissenschaft, Politik und Verbände 

Unterstützung

Ohne breite Unterstützung lässt sich weder die Befragung noch die Machbarkeitsstudie umsetzen. Vor Ort bereiten sich viele Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe schon jetzt darauf vor, im Februar Fragebögen auszugeben, beim Ausfüllen zu unterstützen und für den Rücklauf zu sorgen. Fachverbände oder lokale Arbeitsgemeinschaften und andere Gremien informieren ihre Mitglieder. Expertinnen und Experten aus der Praxis beteiligen sich daran, Fragestellungen zu schärfen, Instrumente zu prüfen oder Begleitmaterial zu entwickeln.

In einem Begleitkreis unterstützen Bundes- und Landesministerien, (Fach-)Verbände wie die BAG Wohnungslosenhilfe und der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge, die Wohlfahrtsverbände, das Statistische Bundesamt, Selbsthilfeorganisationen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Berichterstattung. Auch ein Vertreter von FEANTSA, des Europäischen Verbundes nationaler Organisationen der Wohnungslosenhilfe, nimmt teil. Der Begleitkreis wird im Laufe des Projektes viermal zusammenkommen.

Die 1. Sitzung des Begleitkreises fand am 27.04.2021 statt: Die Teilnehmenden diskutierten die Auswahl der einbezogenen Gemeinden und das methodische Design der Befragung. Im Mittelpunkt der lebhaften Erörterungen am 27.10.2021 standen der Entwurf des Fragebogens und die Erfahrungen aus einem Pretest, der im September 2021 stattgefunden hatte. 

Was spricht dafür, die Wohnungslosenberichterstattung zu unterstützen? Hier sind einige Stimmen...
  • Prof. Dr. Susanne Gerull

    Prof. Dr. Susanne Gerull, Alice Salomon Hochschule Berlin

    Ich unterstütze die Berichterstattung zu Wohnungslosigkeit, weil für die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Überwindung von Wohnungslosigkeit sowie die Schaffung passgenauer Hilfeangebote valide Daten benötigt werden. Vor allem das Ausmaß verdeckt und versteckt lebender wohnungsloser Menschen muss sichtbar werden, um den Handlungsbedarf deutlich zu machen.
  • Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

    Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

    Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. unterstützt die Erhebung zu verdeckt wohnungslosen und auf der Straße lebenden Menschen als wichtige Ergänzung zur Wohnungslosenberichterstattung ausdrücklich. Durch eine „Ergänzende Berichterstattung“ können Übergänge zwischen den einzelnen Formen von Wohnungsnotfällen analysiert und Mechanismen, die zu einer Verstetigung der Wohnungslosigkeit beitragen, identifiziert werden. Zugleich können die dadurch gewonnenen Informationen eine wichtige Grundlage bilden, um Maßnahmen zur Prävention von Wohnungslosigkeit umzusetzen und die Wohnungslosenhilfe fachlich weiter zu entwickeln.
  • Prof. Dr. Ulrike Kostka

    Prof. Dr. Ulrike Kostka, Vorsitzende Kath. Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und Diözesancaritasdirektorin/Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands für das Erzbistum Berlin e.V.

    Die KAG Wohnungslosenhilfe unterstützt die Berichterstattung und Forschung zu Wohnungslosigkeit. Mit diesen Informationen können wir die Einrichtungen und Angebote der Wohnungslosenhilfe bedarfsgerecht weiterentwickeln und die Arbeit auch politisch besser unterstützen. Dazu benötigen wir valide Daten und Informationen, die das Ausmaß von Wohnungsloigkeit und die Probleme wohnungsloser Menschen abbilden.
  • Dr. Birgit Fix

    Dr. Birgit Fix, Deutscher Caritasverband

    Der deutsche Caritasverband unterstützt den Aufbau einer bundesweiten Wohnungslosenstatistik und Wohnungslosenberichterstattung nachdrücklich. Wir brauchen eine valide Grundlage, auf der die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen die Hilfestrukturen vor Ort gemeinsam mit den Einrichtungen und Dinesten der frien Wohlfahrtspflege weiterentwickeln und auch den Wohnungsbau vorantreiben können.
  • Gabriele Kraft

    Gabriele Kraft, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V., Referate Wohnungslosenhilfe und Sozialer Wohnungsbau, Koordination Armut und Existenzsicherung

    Obdach- und Wohnungslosigkeit stellen eine besonders belastende Form der Armut und Ausgrenzung dar. In Zeiten einer Pandemie fällt es schwer zu sagen "Bleiben oder gehen Sie nach Hause", wenn es eben kein Zuhause (mehr) gibt. In Baden-Württemberg erheben wir als Liga der freien Wohlfahrtspflege seit 30 Jahren einmal im Jahr die Daten derjenigen, die sich in den Angeboten, Einrichtungen und Diensten der Wohlfahrtspflege befinden. Wir haben immer bemängelt, dass so nicht die Menschen in Obdächern oder anderen prekären Unterkünften erfasst werden können. Wir begrüßen deshalb außerordentlich, dass ab 2022 bundesweit Zahlen erhoben werden. Und durch die Berichterstattung werden hoffentlich auch die Menschen erfasst, die sonst durch das Raster fielen. Mit validem Zahlenmaterial können die tatsächlichen Bedarfe der vielen verschiedenen Personengruppen, die leider von Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffen sind, vor Ort erkannt werden. Das ist eine Voraussetzung, um Menschen, die bislang als Dunkelziffer erscheinen, mit bedarfsgerechten Hilfen zu erreichen.
  • AG der Leitungen der Fachstellen für Wohnungsnotfälle der Berliner Bezirke (AGSozWohn)

    Die Arbeitsgemeinschaft der Leitungen der Fachstellen für Wohnungsnotfälle der Berliner Bezirke befürwortet das Projekt der Begleitforschung zum Wohnungslosenberichterstattungsgesetz ausdrücklich, bedankt sich bei der GISS und bei Kantar Public für die Übernahme des Forschungsauftrags und wird den Prozess nach Kräften unterstützen. Die zu erwartenden Forschungsergebnisse werden in die regionale Planung der Hilfen in Wohnungsnotfällen einfließen.     
  • Dr. Jens Rannenberg

    Dr. Jens Rannenberg, Vorsitzender des Evangelischen Bundesfachverbands Existenzsicherung und Teilhabe e.V. (EBET) – Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe

    „Der Evangelische Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe e.V. (EBET) unterstützt die Untersuchung der GISS zu verdeckt wohnungslosen und auf der Straße lebenden Menschen. Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung der Unterbringungsstatistik dar und bringt mehr Licht in das statistische Dunkel der Wohnungslosigkeit in Deutschland. Die gewonnenen Zahlen können eine Grundlage für eine praxisnahe und zielgerichtete Sozialpolitik bieten und helfen, die Unterstützungs- und Hilfeangebote weiterzuentwickeln. Zudem können sie helfen, die Anliegen der Betroffenen mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Ziel aller Bestreben muss es letztendlich sein, besonders die Wohnungslosigkeit sozial benachteiligter Menschen in Deutschland zu überwinden.“